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Küstenschrei von Meckelmann, Heike (eBook)

  • Verlag: Gmeiner
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Küstenschrei

Die beschauliche Herbstidylle Fehmarns wird jäh unterbrochen, als Angler am Strand von Katharinenhof eine Leiche entdecken. Ein paar Kilometer weiter wird Charlotte Hagedorn, eine ältere Dame, auf ihrer Terrasse am Fehmarnsund fast zu Tode geprügelt. Die Nichte der verletzten Charlotte hat auf ihrem Weg nach Fehmarn einen Autounfall - alles nur Zufall? Kommissar Westermann und Hauptmeister Hartwig suchen nach Zusammenhängen, tappen aber völlig im Dunkeln. Niemand ahnt, welches Ziel der Täter tatsächlich verfolgt.

Heike Meckelmann zog nach der Ausbildung zur Friseurmeisterin auf die Insel Fehmarn, wo sie mehr als zwanzig Jahre einen Friseurbetrieb besaß. Während ihrer Selbstständigkeit studierte sie Betriebswirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin. Zeitgleich brachte sie als Sängerin unter dem Künstlernamen "Nila Martin" die maritime CD "Piratenland" heraus, deren Texte sie fast ausschließlich selbst verfasste. Nach 23 Jahren schloss sie ihr Geschäft, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Sie nutzte diesen Freiraum, um mit dem Schreiben zu beginnen. Seit 2012 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn. Sie schreibt vorwiegend Kurzgeschichten und Kriminalromane. Bald 15 Jahre mit einem Fehmaraner verheiratet, bezeichnet sich die Autorin selbst als Insulanerin, die nah am Meer, doch mittendrin in ihren Geschichten lebt und die "Goldene Krone im blauen Meer" liebt.

Produktinformationen

    Autor: Meckelmann, Heike
    Größe: 2560kBytes
    Serie (Teil): Kriminalromane im GMEINER-Verlag
    Herausgeber: Gmeiner
    Untertitel: Kriminalroman. Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 311
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783839249581

Küstenschrei

Prolog

Dass in den nächsten neun Minuten das beschauliche Leben auf der Insel zutiefst in seinen Grundfesten erschüttert würde, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen ...

Der Naturstrand von Katharinenhof lag an der rauen, schattigen Ostküstenseite der Insel Fehmarn. An diesem Samstagmorgen übersät mit Resten der letzten heftigen Sturmnacht, die mit mehr als 100 Stundenkilometern über Insel und Meer gefegt war. An diesen Küstenabschnitt verirrten sich nicht viele. Zu viele Steine im Wasser, zu viel Kraut. Hierher kam nur, wer Ruhe, Einsamkeit und die Stille der unberührten Natur genießen wollte. Besonders Einsamkeit, die, angehaucht von nostalgischer Schönheit, Menschen immer wieder betörte. An einem Strand, der sich nach wie vor in seinem Urzustand zu befinden schien. Der aussah, als hätte man ein altes mit einem Sepiaschleier überzogenes Foto herausgekramt.

Der Küstenabschnitt lag eingehüllt von mächtigen Bäumen verschiedenster Art unterhalb der Steilküste, von denen ein paar Pappeln und Birken mit halb herausgerissenen Wurzeln an gezogene Zähne erinnerten. Sie wuchsen halbwegs aus dem Hang und streckten bedrohlich ihre Fühler aus. Einige der zum Teil bizarr gewachsenen Holzformationen waren von einem der vielen Herbststürme komplett aus der Erde gerissen. Lagen verreckt am Strand. Ausgelaugt, bleich, porös, als hätte der Wind ihnen jegliches Leben herausgesaugt. Abgenagt von Salzwasser und Wind boten sie ein befremdliches abstraktes Bild.

Heute war es seit mehr als einer Woche das erste Mal windstill. Dicke Nebelschwaden zogen über die Wasseroberfläche, krochen feucht und kalt über den mit Steinen übersäten Strand. Erinnerten an den amerikanischen Film Fog, Nebel des Grauens . Die rauchfarbenen Schleier verdeckten die Überbleibsel der letzten an Wind kaum zu überbietenden Tage. Der Spätsommer war nicht gänzlich verschwunden. Zeigte sich nach einer stürmischen, kalten Woche an diesem Morgen noch einmal von seiner besseren Seite. Aber die beginnende dunkle Zeit auf der Insel würde nicht mehr ewig auf sich warten lassen. Trieb ihre Ankündigungen schwermütig als undurchsichtigen Nebelteppich vor sich her. An jenem Samstag schien es, als könne die Kraft der Sonne den schweren Wolkenhimmel vielleicht noch einmal vertreiben.

Jan und Lasse stapften auf matschig aufgeweichtem Waldboden durch die Bäume auf den Strand zu. Überwanden fast fünf Höhenmeter, um ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: Angeln. Katharinenhof war ein Geheimtipp, wenn man überhaupt von geheim sprechen konnte. Wo viele Steine waren, vermuteten die beiden Angler Fisch. Gingen auf die Jagd nach Meerforellen, die sie an dieser rauen Küstenseite seit Jahren verfolgten.

"Los, Alter, geh mal 'n bisschen schneller." Lasse stieß seinem Freund lachend die Faust in die Seite, rutschte in Wattschuhen den unebenen, verschlammten Kiesweg hinunter. Der hatte sich in der letzten Woche durch heftige Regengüsse in eine gefährliche Rutschbahn verwandelt. Trennte den oberen Teil der Steilküste vom Meer, führte die beiden Sportangler direkt hinunter zum Wasser.

"Eh, Mann, nicht so schnell!", rief Jan keuchend, als er hechelnd hinter seinem Freund herschlitterte und fast auf den grauen Kieseln ausrutschte. "Du wirst deinen Fisch heute noch früh genug fangen. Wenn du allerdings nicht aufpasst, brichst du dir vorher noch die Knochen", sagte Jan. Er war schon immer der Ruhigere von beiden gewesen. Selbst als sie Kinder waren und am Strand von Katharinenhof wilde Piratenschlachten veranstaltet hatten. Er hechelte schon damals hinterher. War kein "Spiddel", wie seine Mutter Lasse stets nannte. Er war eher der Knuddelbär, den man am liebsten dauernd in den Arm nahm und mit ihm kuschelte. Die Worte seiner Mutter, die er früher mit Augenrollen abwiegelte, hörte er heute noch in seinen Ohren. Jetzt, im besten Mannesalter, spielten sie nicht mehr Piraten, sie angelten. Immer gemeinsam

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