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Bluthochzeit kroatischer Art von Keser, Ranka (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Bluthochzeit kroatischer Art

Wenn scharfe Zungen blutige Wunden hinterlassen ... 'Bluthochzeit kroatischer Art' von Ranka Keser jetzt als eBook bei dotbooks. Mörderisches Kroatien: Mala ?uma ist ein kroatisches Dörfchen, in dem die Uhren anders ticken als in den großen Städten: Die Männer treffen sich abends auf ein Bier in der Kneipe und die Frauen verbringen ihre Tage am liebsten mit Klatsch und Tratsch. Das neue Lieblingsopfer der scharfen Zungen ist Ljiljana: 38 Jahre alt und trotz zweier unehelicher Kinder frisch verlobt mit dem vermögenden Boris. Als der Bräutigam nur wenige Stunden nach der Heirat ermordet aufgefunden wird, steht das Dorf Kopf - Verdächtigungen und Beschuldigungen fliegen hin und her. Nur gegenüber Marko Ban, dem ermittelnden Inspektor, sagt niemand ein Wort. Frustriert will dieser den Fall zu den Akten legen. Doch dann geschieht ein weiterer Mord, der alles ändert ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Bluthochzeit kroatischer Art' von Ranka Keser. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Ranka Keser, 1966 in Rijeka (Kroatien)geboren,lebt seit ihrem dritten Lebensjahr in Deutschland.Sie arbeitet als Autorin und Journalistin in München und leitet Schreibseminare für angehende Autoren. Die Website der Autorin. www.ranka-keser.de

Produktinformationen

    Größe: 404kBytes
    Reihe (Teil): Giftmelange Bd.12
    Herausgeber: dotbooks GmbH
    Untertitel: Kriminalroman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 369
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783958245013

Bluthochzeit kroatischer Art

Je tiefer du dich bückst, desto mehr sieht man deinen Arsch

Das Gesicht des Mannes war nicht zu erkennen. Er wandte der Gestalt den Rücken zu. Es war dunkel. Nur eine schmutzige Laterne warf trübes Licht auf die stille Straße. Die Gestalt griff nach einem Gegenstand. Der Mann drehte zögernd den Kopf, als fürchtete er, dass seine Ahnung wahr sein könnte. Die Gestalt holte zu einem kräftigen Schlag aus. Die Augen des Mannes waren plötzlich weit aufgerissen, aber sein Gesicht blieb immer noch verschwommen. Er wusste, dass er dem Tod ins Gesicht sah. Der lange Gegenstand, den die Gestalt in der Hand gehalten hatte, schlug mit einem dumpfen Geräusch auf den Kopf des Mannes. Sein Kopf wurde zu einem Vulkan und das Blut zu Lava. Er sank zitternd auf die Knie, fiel dann schwerfällig vornüber und regte sich nicht mehr. Die Gestalt ließ den Gegenstand neben dem Mann fallen und lief davon.

Nirvana wurde von ihrem eigenen Zucken wach. Es geschah sonst nie, dass sie schweißgebadet oder schreiend aus solchen Träumen erwachte. Vielmehr war es ein Zucken oder Winden, das sie in die Realität zurückbrachte. Durch die Ritzen in den Rollos schien die Sonne. Sie wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht, ihre Haare klebten an der Stirn und an den Wangen. Sie lag da und starrte an die Decke. Was für ein trostloser Anblick! Jeden Morgen, wenn sie aufwachte, sah sie als erstes diesen hässlichen Fleck an der Decke. Er war groß wie eine Wassermelone, die Farbe blätterte allmählich ab. Im Dach war ein Leck, es tropfte vom Dachboden langsam in ihr Schlafzimmer. Irgendwann würde sie mit getrockneter Farbe im Mund aufwachen.

Nirvana fühlte sich seltsam, als sie da lag und schwer atmend die Decke anstarrte. Hin und wieder hatte sie Träume, die sich bewahrheiteten. Beim ersten Mal war sie fünf gewesen. Sie hatte geträumt, ihre Mutter würde weggehen und nicht mehr wieder kommen. Zwei Tage nach diesem Traum kam die Mutter in ihr Zimmer und sagte, sie werde für eine Weile das Haus verlassen. Danach hatte Nirvana die Schritte ihrer Mutter draußen auf den Steinplatten gehört, die sich entfernten. Damals hatte sie zum ersten Mal dieses seltsame Gefühl. Das Gefühl, dass sie nicht einfach nur geträumt hatte. Später hatte sie mehrmals solche Träume gehabt, die eine Art Vorahnung waren. Sicher, manchmal träumte sie auch von Dingen, die dann nicht wirklich geschahen. Aber immer, wenn sie hinterher dieses bestimmte Gefühl hatte ... so wie jetzt. Es war ein Gefühl von Beklemmung. Als wäre es eine Erinnerung.

Sie quälte sich aus dem Bett und ging ins Bad. Arsen hatte mal wieder Zahnpastaflecken im Waschbecken hinterlassen. Entweder waren es diese Zahnpastaspritzer oder seine Haare. Sie hatte es ihm wohl schon hundert Mal gesagt, aber es war ihm egal. Es machte sie müde, immer dasselbe zu sagen, ihn immer wieder von Neuem darauf aufmerksam zu machen. Lieber putzte sie es selbst weg.

Sie wollte nicht mehr an den Traum denken. Von einem Mord hatte sie noch nie geträumt. Aber sie sollte sich da nicht hineinsteigern. Das war doch Unsinn!

Sie drehte die Dusche auf und wusch sich Schweiß und Angst weg, mit dem Duft exotischer Früchte.

Später stand sie auf der Terrasse und streckte sich. Meistens drehte sie sich auch nach düsteren Träumen auf die andere Seite und schlief weiter. Sie stand nur früh auf, wenn sie irgendetwas quälte, wenn sie zu viel grübelte. Mit der Zeit hatte sie herausgefunden, dass das Grübeln auch nichts besser machte.

Sie setzte Kaffee in einer Mokkakanne auf, und während das Wasser sich erhitzte, blickte Nirvana auf die Dächer des Dorfes. Als Mädchen hatte sie sie manchmal gezählt, immer und immer wieder. Damals waren es zehn Häuser gewesen, heute zwölf. Hinzu kamen noch die beiden Ruinen aus dem Zweiten Weltkrieg, die damals die Italiener angezündet hatten, um einen Doppelmord der Kroaten zu rächen. Um diese beiden Ruinen kümmerte sich niemand mehr, wahrschein

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