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Bestechung von Grisham, John (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
18,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Bestechung

Wir erwarten von unseren Richtern, dass sie ehrlich und weise handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen und eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was passiert, wenn sich ein Richter bestechen lässt? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch Lacy Stoltz ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

John Grisham hat 30 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Produktinformationen

    Größe: 1607kBytes
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 448
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641174286

Bestechung

1

Im Autoradio lief Softjazz, ein Kompromiss nach langer Debatte. Lacy, die Eigentümerin des Toyota Prius und mithin auch des Radios, hasste Rap in etwa so sehr wie Hugo, ihr Beifahrer, Countrymusic. Sport, Hintergrundinfos, Oldies, Comedy und BBC waren nicht infrage gekommen, und Bluegrass, CNN , Oper und hundert andere Spartensender hatten sie erst gar nicht ausprobiert. Schließlich hatte Lacy frustriert, Hugo ermüdet aufgegeben, und so wurde eben Softjazz eingestellt. Leise natürlich, damit Hugo nicht in seinem ausgiebigen Schlaf gestört wurde. Lacy machte sich ohnehin nichts aus Softjazz. Dank Kompromissen wie diesem funktionierte ihre Zusammenarbeit seit Jahren bestens. Er schlief, sie fuhr, und beide waren zufrieden.

Vor der großen Rezession hatte das BJC - das Board on Judicial Conduct, für Berufsaufsicht und standeswidriges Verhalten von Richtern in Florida zuständig - noch eine Flotte von staatseigenen Hondas zur Verfügung gehabt, alles Viertürer, weiß, kaum Kilometer auf dem Tacho, die jedoch im Rahmen von Budgetkürzungen abgeschafft worden waren. Inzwischen mussten Lacy, Hugo und die vielen anderen Behördenmitarbeiter Floridas im Dienst ihre Privatautos fahren, wofür sie eine Aufwandsentschädigung von fünfzig Cent pro Kilometer bekamen. Hugo, der vier Kinder hatte und unter saftigen Immobilienraten ächzte, fuhr einen alten Ford Bronco, der kaum den Weg zum Büro schaffte, geschweige denn eine längere Reise. Und so schlief er.

Lacy genoss die Ruhe. Sie wickelte die meisten ihrer Fälle allein ab, ebenso wie ihre Kollegen. Tiefere Einschnitte hatten ihre Abteilung auf sieben Mitarbeiter zusammenschrumpfen lassen. Sieben - in einem Bundesstaat mit zwanzig Millionen Einwohnern und tausend Richtern an sechshundert Gerichten, die eine halbe Million Fälle jährlich bearbeiteten. Lacy war zutiefst dankbar dafür, dass die überwiegende Mehrheit der Juristen ehrliche, fleißige Leute waren, die sich der Gerechtigkeit verschrieben hatten. Sonst hätte sie schon längst gekündigt. Allein die paar faulen Äpfel hielten sie fünfzig Stunden die Woche auf Trab.

Sie betätigte behutsam den Blinkerhebel und bremste in der Ausfahrt ab. Als der Wagen hielt, richtete sich Hugo mit einem Ruck auf, als wäre er schlagartig hellwach und zu allem bereit. "Wo sind wir?"

"Gleich da. Noch zwanzig Minuten. Du kannst dich auf die andere Seite drehen und das Fenster anschnarchen."

"Tut mir leid. Ich habe geschnarcht?"

"Du schnarchst immer, zumindest sagt das deine Frau."

"Also, zu meiner Verteidigung, heute Morgen um drei bin ich mit ihrem neuesten Baby auf und ab gewandert. Ich glaube, es ist ein Mädchen. Wie heißt sie noch?"

"Wer, deine Frau oder deine Tochter?"

"Haha."

Die reizende und ständig schwangere Verna machte keinen Hehl daraus, worum es in dieser Ehe ging. Es war ihr Job, Hugos Ego zu pflegen, und das war keine leichte Aufgabe. In einem früheren Leben war Hugo ein Footballstar gewesen, schon in der Highschool, dann einer der Jahrgangsbesten in ganz Florida und der erste Studienanfänger, der es jemals in eine Startaufstellung geschafft hatte. Er war ein ebenso brutaler wie

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